KLEINHANDEL

Fatuma hat in ihrem kleinen Laden in Kigamboni, dem Hafenviertel von Daressalaam, erfolgreich die ersten verpackten Bohnen verkaufen können, welche ihr Lucy Kyando aus Makambako, aus dem Landesinnern, geschickt hatte. Das Experiment hat funktioniert! Jetzt ist die Handelsfirma TBM gefordert, für die wöchentliche Lieferung von kleinen Mengen zu sorgen. Der Schlüssel zum Erfolg wird das Vorhaben mit Scheduled Cargo Service sein. Nur so kann sich die Idee der beiden Frauen weiter entwickeln!

Diese Geschäftsidee von Fatuma ist ein Ergebnis aus dem Scouting: Interessanterweise hatte ihr Lucy  zum Start nicht nur Bohnen geschickt, sondern auch Pakete diverser Getreide wie Weizen aus dem Hochland und Hirsen, alles  in hygienischen und praktischen Kleinpaketen von 2 kg, eine saubere Alternative zum offenen Verkauf aus 50-kg-Säcken. Lucy wusste von Fatuma, dass die Leute in Kigamboni oft selbst Mehlmischungen aus Getreide und Bohnen herstellen, um daraus einen nahrhaften Porridge zu kochen. Eine solche Mischung wird übrigens auch von den Gesundheitsdiensten für die ausgeglichene Ernährung von Kindern und alten Leuten empfohlen.

Fatuma sieht die grösste gegenwärtige Hürde bei der Lieferung. Sie benötigt  regelmässige Lieferungen von kleinen Mengen in kurzen Abständen, weil sie als Kleinladen keinerlei Lagermöglichkeiten hat. Der normale Transport ist zu teuer und zu unzuverlässig. Da greift dann hoffentlich das farip-Vorhaben “Scheduled Cargo Services” mit Lastwagen, welchen eine Lade- und Abladeroute regelmässig und zuverlässig nach Fahrplan abfahren.
Die Vermitlungsfirma TBM, die mit farip schon viele innovative Geschäftsideen ausgeknobelt hat, ist auch bei den Bohnen mit dem TSS-Dienst involviert: TSS – Transaction Security Services – verbindet Produzenten mit Verkaufsstellen und garantiert den Produzenten höhere Erlöse.

Es zeichnet sich ab, dass sich TBMs Idee mit diesem kleinen Vermarktungsexperiment schon bestätigt, dass das TSS-Vorgehen die Wertschöpfungskette von Bauern über die Verarbeitung und den Transport bis zu den Kleinhändlern wie Fatuma funktionieren kann: Kleine Detaillisten wie Fatuma verkaufen an die riesige Zahl der Wenigverdiener in den rasch wachsenden Grossstädten. Wenn wie hier Bauern im südlichen Hochland, dann Lucys Verpackungsfirma in Makambako, die Transporteure, und schliesslich Fatuma alle zusammen arbeiten, um qualitativ hochstehende Nahrungsmittel in praktischen Portionengrössen direkt an die Wenigverdiener in der Stadt zu bringen, zeigt sich, dass an dieser Verarbeitungs- und Vermarktungskette was dran sein könnte. farip will an dieser Kette mit Scouting weiter arbeiten.